Die Tablette des Flirts

„Ein Flirt ist wie eine Tablette: niemand kann die Nebenwirkungen genau vorhersagen!“, teilte Cathérine Deneuve den Menschen einst mit und tatsächlich ist es beim Flirten wichtig, diese „Tablette“ in einer angemessenen Dosis zu verabreichen, damit sie nicht zum klassischen Korb führt. Der Flirt ist der oberflächliche, aber charmante Einstieg in einen zwischenmenschlichen Kontakt. Manchmal dauert der Flirt nur kurz an; ein zugeworfenes Lächeln, ein kleines Augenzwinkern; manchmal findet er seine Fortsetzung auch in einem Gespräch und jede Beziehung hat mit einem Flirt begonnen. Die Tablette ist in der Regel überdosiert, wenn man sie mit einem berühmt-berüchtigten Satz wie „Ich hab meine Telefonnummer verloren, leihst du mir deine?“ verabreicht. Denn das ist eine abgedroschene Phrase, die den Flirt zur ordinären Anmache macht, und nicht die Art, wie jemand angesprochen werden möchte. Dies ist die oberste Regel der Flirtkunst:

Man fällt niemals direkt mit der Tür ins Haus. Man beginnt nicht mit einer Forderung und wenn man am Gesprächsende Telefonnummern austauschen möchte, erfragt man diese mit einer Bitte statt sie mit Nachdruck zu verlangen. Besonders galant ist es übrigens, nur seine Nummer weiterzugeben und abzuwarten, ob der Flirtpartner sich meldet, um den Kontakt fortzusetzen. Macht er es, kann man sicher sein: sowohl Tablette als auch Dosierung waren richtig!

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