Das Versicherungssystem in Deutschland

Versicherung in Deutschland hat eine sehr lange Geschichte. Schon im 17. Jahrhundert wurde durch Zünfte, Gilden oder auch Einzelpersonen Versicherungsschutz gewährt. Die Hamburger Feuerkasse sowie die Berliner Feuersozietät waren die ersten staatlich veranlassten Versicherungen. Die englische Society for Equitable Assurance on Lives and Survivorships war die erste auf moderner Basis arbeitende Lebensversicherung.

Da Versicherungen heute eine zentrale volkswirtschaftliche Rolle spielen, unterliegen diese einer besonderen staatlichen Kontrolle. Diese zentrale Vorschrift heißt: Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen – Versicherungsaufsichtsgesetzt – VGA. Hier werden Dinge geregelt, wie zum Beispiel Zulassung, Geschäftsbetrieb, Rechtsformen, Kapitalanlagen und Aufsicht.

Es gibt rund 1.400 Versicherungen in Deutschland. Zu den Top 75 der Versicherungsunternehmen gehören unter anderem die Münchener Rück, die Allianz, die Hannover Rück, die R+V, die AXA, die Debeka, die HDI usw. Hier könnte man, wie gesagt, noch eine Vielzahl an Gesellschaften aufzählen.

Im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft sind alle in Deutschland ansässigen privatwirtschaftlichen Versicherungsunternehmen zusammengeschlossen.

In Deutschland ist es möglich, sich gegen unterschiedlichste Risiken zu versichern. So gibt es die Rechtsschutzversicherung, die Haftpflichtversicherung, die Lebensversicherung in unterschiedlichster Form, Unfallversicherung, Krankenversicherung, Rentenversicherung, Hausratversicherung, Kfz-Versicherung und noch vieles mehr.

Welche Versicherung von jedem Einzelnen abgeschlossen werden, ist abhängig von den unterschiedlichsten Lebens- und Berufssituationen. Es gibt aber einige Versicherungen, die in Deutschland Pflicht sind, so z. B. die Haftpflichtversicherung für ein Fahrzeug.

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