Uhren aus der Zeit der Renaissance
Die Renaissancezeit kam ja aus Italien, dieser Stil bestimmte die Zeit von 1550 bis 1700.
Sie war sehr eng verbunden mit der römischen Tradition. Die Uhren aus dieser Zeit wurden oftmals nach ihren speziellen Zeigern genannt. Z. B. der Sonnenzeiger, dieser dreht sich einmal herum in 24 Stunden. Dann gibt es noch den Tierkreis, der auch Rete genannt wird, da wird die Bewegung des Fixhimmels dargestellt, er dreht sich einmal herum in 23 Stunden und 56 Minuten, das bedeutet, dass er in 365 Tagen 366 Umläufe hat.
Gehen wir mal zum Mondzeiger, der braucht für seinen Umlauf 23 Stunden und 51 Minuten, umgerechnet macht er in 29,5 Tagen eine Umdrehung weniger als der Sonnenzeiger. Jetzt gibt es auch noch den Drachenzeiger, da muss man wissen, dass er den Umlauf im Tierkreis macht und ein Tierkreis hat 18,45 Jahre, das Drachenjahr beträgt 18,6 Jahre. Wenn der Drachenzeiger jetzt in Verbindung mit dem Sonnenzeiger und dem Tierkreis steht, zeigt er uns die Sonnen- und die Mondfinsternisse an.
Zum Schluss gibt es dann noch den so genannten Minutenzeiger, den es schon seit dem letzten Viertel des 16. Jahrhunderts gibt und der seit dem 17. Jahrhundert sozusagen selbstverständlich ist.
Die Uhren aus dieser Zeit sind besonders stilistisch gekennzeichnet. Einige Beispiele dafür sollen hier einmal kurz genannt werden. Da wären die Wanduhren. Diese sehen so aus wie Konsolenuhren, die Triebwerke stehen hintereinander und nebeneinander. Dann gibt es da noch dosenförmige Tischuhren, die einen runden, einen quadratischen oder einen sechseckigen Grundriss haben.
Die Uhren aus dieser Zeit erkennt man daran, dass sie so herrlich phantasiereich und so verschieden gestaltet sind und das in einer handwerklichen und künstlerischen Ausführung die einmalig ist.
Autor: Sandra Müller
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